81. Wartburgfest im Mai 2027

81. Wartburgfest im Mai 2027

Vom 6. bis 9. Mai 2027 kommt der Wingolfsbund wieder in Eisenach zusammen, um sein traditionelles Wartburgfest zu feiern. Alle zwei Jahre bildet die historische Stadt am Rande des Thüringer Waldes den Rahmen für die zentrale Veranstaltung des Wingolfs. Das Fest verbindet akademische Tradition mit gelebter Gemeinschaft und bringt aktive und ehemalige Mitglieder sowie ihre Familien aus Deutschland, Österreich und Estland zusammen.

Tradition seit 1850

Die Verbindungen des Wingolfs treffen sich seit 1850 alle zwei Jahre in der Woche nach Pfingsten, seit 1951 zu Christi Himmelfahrt zum Wartburgfest. Es findet seit 1991 wieder in Eisenach statt, zum Teil auf der Wartburg, wo die Heilige Elisabeth von Thüringen lebte und Martin Luther die Bibel übersetzte.

Das Fest bietet Gelegenheit, den Wingolf über die Grenzen der einzelnen Hochschulorte und Generationen hinweg zu erleben. Neben den traditionellen und feierlichen Programmpunkten stehen persönliche Begegnungen und der Austausch zwischen Aktiven, Alten Herren, Familien und Gästen im Mittelpunkt. Auch Interessierte können das verlängerte Wochenende nutzen, um den Wingolf und sein Verbindungsleben näher kennenzulernen.

Details zum Festprogramm, zu den Veranstaltungsorten in Eisenach und zur Anmeldung werden in den kommenden Monaten auf dieser Website veröffentlicht.

Bild: Jörg Blobelt, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

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Die Königsberger Farben kehren zurück: Neue Prunkfahne auf dem Wartburgfest 2025

Die Königsberger Farben kehren zurück: Neue Prunkfahne auf dem Wartburgfest 2025

In der Ausgabe 1/2025 der Wingolfsblätter (144. Jahrgang, S. 17) steht ein Beitrag, der ein wichtiges Kapitel der wingolfitischen Erinnerung und Traditionspflege aufgreift: Zum Wartburgfest 2025 wird der Königsberger Wingolf erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder mit einer Prunkfahne vertreten sein.

Die Geschichte der ersten Königsberger Fahne reicht zurück ins Jahr 1929; seit der Gründung im Wintersemester 1903/04 musste die Verbindung 25 Jahre ohne Fahne auskommen. Dies änderte sich durch das Engagement mehrerer Couleurdamen, angeführt von Dr. med. Maria Schmidt-Insterburg. In Tübingen wurde eine Fahne in den Verbindungsfarben bei der Firma Knecht bestellt und von den Damen bestickt. Anlässlich des 25. Stiftungstages wurde sie dem Fuxmajor übergeben. Während einzelne Akten und Couleurteile durch einen Gießener Bundesbruder den Krieg überdauerten und nach Westen gebracht wurden, blieb der Verbleib dieser ersten Fahne ungeklärt.

Der Artikel in den Wingolfsblättern schildert außerdem, wie es der Philisterschaft des Königsberger Wingolfs nun gelungen ist, eine neue Prunkfahne in Auftrag zu geben. Diese wurde zum 180. Stiftungsfest des Hallenser Wingolfs feierlich eingeweiht und wird beim Wartburgfest 2025 erneut die Verbindung zur Geschichte sichtbar machen.

Weiterlesen: Wingolfiten finden die vollständige Ausgabe der Wingolfsblätter – und damit auch den Artikel zur Königsberger Prunkfahne sowie den zum Februarkommers 2025 – wie gewohnt auch digital auf der Wingolfsplattform.

 

Foto (beschnitten): Krzysztof Golik, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

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Tradition, Begegnung und Zeitgespräch beim Februarkommers 2025 in Berlin

Tradition, Begegnung und Zeitgespräch beim Februarkommers 2025 in Berlin

Der Februarkommers des Berliner Wingolfs zählt zu den traditionsreichsten Veranstaltungen im Wingolfsleben. Nach pandemiebedingten Einschränkungen und organisatorischen Herausforderungen konnte der Kommers 2025 endlich wieder in seiner vollen Form stattfinden – mit großer Corona und hochkarätigem Festvortrag. In der Ausgabe 1/2025 (144. Jahrgang, S. 11–14) der Wingolfsblätter wird diesem besonderen Ereignis ein ausführlicher Bericht gewidmet.

Die Freude über den voll besetzten Kneipsaal war groß: Gäste aus dem gesamten Nordbund reisten an, darunter zahlreiche Bundesbrüder aus Hamburg, Hannover, Rostock und sogar von der Arminia Dorpatensis. Auch viele Berliner Philister sowie Aktive und Alte Herren anderer Wingolfsverbindungen fanden den Weg auf das Berliner Haus. Der Andrang war so groß, dass kurzfristig zusätzliche Sitzgelegenheiten organisiert werden mussten. Ein Höhepunkt des Abends war der Festvortrag von Farbenbruder Dr. Michael F. Feldkamp. Der renommierte Parlamentshistoriker verband in seinem Vortrag zur vorgezogenen Bundestagswahl 2025 das studentische Brauchtum mit aktuellem Zeitgeschehen.

Der Artikel in den Wingolfsblättern beleuchtet zudem den historischen Hintergrund des Februarkommerses, der seit 1847 im Gedenken an die Freiheitskriege gefeiert wird und dessen Ursprünge bis zur Ehrung des Theologen August Neander im Wintersemester 1846/47 zurückreichen.

Weiterlesen: Die vollständige Ausgabe der Wingolfsblätter finden Wingolfiten wie immer auf der Wingolfsplattform. Der Artikel wie auch die gesamte Ausgabe sind wie immer ein lebendiger Einblick in Tradition, Gemeinschaft und politisches Zeitgespräch.

 

Foto (beschnitten): Mark Ahsmann, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

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Vergessene Geschichte: Der Prager Wingolf von 1849

Vergessene Geschichte: Der Prager Wingolf von 1849

Ein beinahe in Vergessenheit geratenes Kapitel der Wingolfsgeschichte wird in der Ausgabe 4/2024 der Wingolfsblätter (143. Jahrgang, S. 23–27) von Cph. Willi Neusel (T 69) neu beleuchtet: die Gründung des Prager Wingolfs im Jahr 1849. Von dieser Wingolfsverbindung dürften viele Bundesbrüder wohl noch nie gehört haben, schließlich war sein Bestehen war äußerst kurz.

Der Artikel „Der Prager Wingolf von 1849 – eine echte Kurzgeschichte” geht der Frage nach, ob es diesen Wingolf wirklich gab. Dabei findet er unter anderem folgende Antworten: 42 Namen mit der Aktivitätszahl P49, erhaltene Mitgliederverzeichnisse im Prager Universitätsarchiv sowie einen Hinweis in einem Brief aus dem Jahr 1961.
Auch eine Abhandlung über die Studenten-Legionen an der Karls-Universität aus dem Jahr 1934 erwähnt ausdrücklich einen Studentenverein namens „Wingolf“. Dessen Ziele – Ablehnung von Duell und Mensur, Förderung geistiger und körperlicher Entwicklung – stimmen erstaunlich mit denen des heutigen Wingolfs überein, auch wenn es sich nicht um eine direkte Vorläuferverbindung handelte.

Doch warum bestand der Prager Wingolf nur so kurz? Die Antwort liegt in der politischen Lage der Zeit: Nach dem gescheiterten Prager Mai-Aufstand im Jahr 1849 folgte die Restauration und studentische Verbindungen wurden per Erlass erneut verboten.

Der Artikel führt in die politische und kulturelle Situation des Revolutionsjahres 1848/49 in Böhmen ein, beleuchtet die Eigenständigkeit der Prager Korporationsszene (das Bild zeigt übrigens das heutige Hotel Aurus, Důmu Zlaté Studny, im Jahre 1980 – ehemals Kneiplokal der Verbindung Rugia) und das Spannungsfeld zwischen tschechischer Identität und deutschen Verbindungen. Ergänzt wird die Darstellung durch ein Mitgliederverzeichnis, Hinweise auf den Austausch zwischen Prag und Wien sowie die politische Rolle der Wingolfiten vor Ort.

Weiterlesen: Die gesamte Ausgabe 4/24 steht Wingolfiten wie gewohnt auf der Wingolfsplattform zur Verfügung. Wer sich für die verborgenen Seiten der Wingolfsgeschichte interessiert, sollte diesen Beitrag nicht verpassen. In der selben Ausgabe findet sich übrigens auch ein spannender Artikel über Albert Schweitzer.

Foto (beschnitten): David Sedlecký, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

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80. Wartburgfest im Mai 2025

80. Wartburgfest im Mai 2025

Der Wingolfsbund besteht seit 1844 und ist damit der älteste Korporationsverband in Deutschland. Als Zusammenschluss christlicher, überkonfessioneller, farbentragender, nichtschlagender Studentenverbindungen gilt der Wingolf zudem als eine der ersten interkonfessionellen, ökumenischen Gemeinschaften. Seine zweijährlichen Bundesfeste feierte er von 1850 bis 1934 auf der Wartburg und macht es seit 1991 wieder (in den Jahren von 1951 bis 1989 waren es wechselnde Orte in der Bundesrepublik). Am Himmelfahrtswochende, also vom 29. Mai bis 1. Juni 2025 ist es wieder soweit: Dann treffen sich die studentischen Mitglieder von mehr als 30 Verbindungen und die Alten Herren wieder in Eisenach.

Erstmals wird das Bundesfest von einem Vorstand mit Mitgliedern aus verschiedenen Wingolfsverbindungen ausgerichtet. Er lädt herzlich alle Freundinnen und Freunde des Wingolfs sowie selbstverständlich alle Philister und Bundesbrüder ein.

Auf dem Programm stehen am Donnerstag tagsüber erst einmal interne Punkte. Ab 19 Uhr wird in der Eisenacher Innenstadt den Begrüßungsabend mit Wiener Akzent geben. Am Freitag stehen zwischen 10 und 15 Uhr zwei Alternativen bereit: Fahrt nach Gotha mit Führung durch das Herzogliche Museum oder eine Wanderung durch die Drachenschlucht. Später geht es (zu Fuß oder per Busshuttle) auf die Wartburg zum Festakt, danach steht ein Varieté in der Automobilen Welt Eisenach auf dem Programm.

Auch am Samstag können die Teilnehmer bis 14 Uhr wieder zwischen zwei Optionen wählen – dem Fußballturnier auf dem Sportplatz der Freundschaft ab 10 Uhr oder der Historischen Wartburg-Führung ab 12 Uhr. Ab 16 Uhr wird es dann wieder klassisch wingolfitisch: zuerst mit der Ernsten Feier in der Georgenkirche und dem anschließenden Totengedenken am Wingolfsdenkmal nur wenige Schritte entfernt, dann mit dem Festkommers.

Am Sonntag klingt das Wartburgfest nach den Gottesdiensten in der evangelischen Georgenkirche und der katholischen Elisabethkirche sowie der Fahnenübergabe mit anschließendem Frühschoppen aus.

Bild: Jörg Blobelt, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

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Albert Schweitzer: Ethik, Tatkraft und ein Tropenhospital

Albert Schweitzer: Ethik, Tatkraft und ein Tropenhospital

Anlässlich seines 150. Geburtstags widmet sich der Wingolfsbund im Leitartikel der Wingolfsblätter 4/2024 (143. Jahrgang, S. 8–14) dem facettenreichen Leben und Wirken Albert Schweitzers. Einst als persönliches Vorbild ganzer Schülergenerationen gefeiert, scheint der Friedensnobelpreisträger heute weitgehend in Vergessenheit geraten zu sein. Doch wer war dieser Mann, der als „ethischer Unternehmer“ ein Tropenhospital im äquatorialen Afrika aufbaute – ein Intellektueller mit handwerklichem Geschick, Vision und Durchsetzungskraft?

Der Artikel „Ad multos annos?” beleuchtet Schweitzers Wirken aus vielen Blickwinkeln: von seiner Herkunft und seinem politischen Denken über die tiefgreifenden Zäsuren in seinem Leben bis hin zu seinen vielfältigen Talenten als Theologe, Arzt, Musiker und Philosoph. Dabei wird Schweitzer nicht nur als moralische Instanz der Nachkriegszeit dargestellt, sondern auch als jemand, dessen Denken und Handeln überraschend modern wirken, beispielsweise wenn es um Unternehmensführung, Innovationsgeist oder die Übernahme globaler Verantwortung geht.

Besondere Aufmerksamkeit gilt Schweitzers ethischem Fundament, seinem persönlichen Einsatz in Lambarene sowie seiner gelebten Verbindung von Spiritualität und praktischer Hilfe. Mit Überschriften wie „Reflexion: Denken, Leben und Handeln”, „Innovation und Skepsis” oder „Das Leben Jesu und die Bedeutung der Worte ‚Folge mir nach‘” bietet der Beitrag zahlreiche Denkanstöße – nicht nur für Historiker, sondern auch für Führungspersönlichkeiten von heute.

Weiterlesen: Mitglieder des Wingolfsbundes finden die gesamte Ausgabe der Wingolfsblätter wie gewohnt auch auf der Wingolfsplattform. Ein Blick in diesen Artikel lohnt sich – gerade jetzt.

Foto (beschnitten): Anefo, CC0, via Wikimedia Commons

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